Canto General 2008/2009

Canto General


Vegetaciones

A las tierras sin nombres y sin números
bajaba el viento desde otros dominios,
traía la lluvia hilos celestes,
y el dios de los altares impregnados
devolvía las flores y las vidas.
En la fertilidad crecía el tiempo.

El jacarandá elevaba espuma
hecha de resplandores transmarinos,
la araucaria de lanzas erizadas
era la magnitud contra la nieve,
el primordial árbol caoba
desde su copa destilaba sangre,
y al Sur de los alerces,
el árbol trueno, el árbol rojo,
el árbol de la espina, el árbol madre,
el ceibo bermellón, el árbol caucho,
eran volumen terrenal, sonido,
eran territoriales existencias.


Pflanzenreiche

Auf die Länder ohne Namen, ohne Zahl, fuhr,
aus anderen Gegenden kommend, der Wind herab,
brachte der Regen himmlische Fäden
und der Gott der wassergesättigten Altäre
schenkte die Blumen und das Leben.
In der Fruchtbarkeit wuchs die Zeit.

Der Trompetenbaum trieb Blütenschaum aus
wie überseeischer Glanz,
die Andentanne mit ihren borstigen Lanzen
reckte sich stattlich gegen den Schnee,
der urweltliche Mahagonibaum
schwitzte Blut aus seiner Krone.
Und im Süden der Lärchen
waren der Donnerbaum, der rote Baum,
der Stachelbaum, der Mutterbaum,
der zinnoberrote Kapokbaum, der Kautschukbaum,
von irdischer Fülle und Klang,
waren das Sein der Erde.

Canto General


Un nuevo aroma propagado                 
llenaba, por los intersticios
de la tierra, las respiraciones
convertidas en humo y fragancia:
el tabaco silvestre alzaba
su rosal de aire imaginario.


Ein neu verströmender Duft
erfüllte, aus den Spalten der Erde
dringend, das Atmen,
verwandelt in Rauch und Wohlgeruch:
der wilde Tabak erhob sich
wie ein Rosenstrauch in die Luft.

<- Neruda Requiem